Gute besuchte 3. DGR²Z-Fortbildungstagung in Würzburg

 

Die DGR²Z richtete am 9. Juni 2018 in Würzburg ihre 3. Fortbildungstagung aus. Unter dem Motto "Zähne restaurativ erhalten" standen Fragestellungen zu minimalinvasiven Restaurationen, Frontzahnrestauration sowie zur Kariestherapie im Mittelpunkt der Veranstaltung.

 

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Programmflyer (pdf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juni 2018: Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit genutzt, sich über die aktuellen Entwicklungen des breit gefächerten Themenangebotes zu informieren. Etwa im Bereich CAD/CAM konnte durch Priv.-Doz. Dr. Andreas Enders (Bild 2) gezeigt werden, dass die interorale digitale Abformung eine sinnvolle und zeitsparende Alternative zur traditionellen Methode der Abformung darstellt. In einem Workshop im Anschluss an das wissenschaftliche Programm konnten sich einige Teilnehmende durch praktische Anwendung von den Vorteilen von CAD/CAM aktiv überzeugen.

Beeindruckende Frontzahnrestaurationen zeigte Ulf Krueger-Janson (Bild 3) in seinem Vortrag, in dem Aspekte des Indikationsspektrums von Komposit- und Keramikrestaurationen betrachtet und an praktischen Beispielen erläutert wurden. Auch hier nutzten einige Teilnehmende in einem Workshop die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und Fertigkeiten für die optimale Restauration von Frontzähnen mit Komposit zu erlernen.

 

Bild 1: Begrüßung durch Prof. Gabriel Krastl, Würzburg

         Bild 2: Vortrag von PD Dr. Andreas Anders,
         Zürich

    Bild 3: Vortrag von Ulf Krueger-Janson,
    Frankfurt am Main

 

 

 

"Kleine Defekte klein lassen" lautet der Trend der modernen Kariestherapie. Mit den Möglichkeiten der Kariesinfiltration gelingt es heutzutage, kariöse Läsionen zum Stillstand zu bringen und somit dem Prinzip der Minimalinvasivität zu folgen. Prof. Dr. Sebastian Paris (Bild 4) brachte die Teilnehmenden mit seinem Vortrag auf den neusten Stand dieser Technik.

Substanz- und pulpaschonende Kariesexkavation und die Vitalerhaltung der Pulpa bei tiefen Kariesläsionen standen im Mittelpunkt des Vortrages von Prof. Dr. Wolfgang Buchalla (Bild 5). Denn bakterielle Toxine, Präparation, Restaurationsmaterialien und die Dichtigkeit der Restauration gefährden die Pulpavitalität. In einem Ausblick informierte der Referent über weitere Möglichkeiten, die Pulpa bei restaurativen Maßnahmen vital zu erhalten.

Nicht kariöse Substanzverluste drohen durch Hypoplasien, Erosionen und Bruxismus. Sie stellen den Behandler nicht selten vor eine komplexe Ausgangssituation. Dr. Sebastian Soliman (Bild 6) gab in seinem Vortrag Hilfestellung bei der Therapieplanung von umfangreichen Substanzverlusten, von denen nicht selten bereits junge Menschen betroffen sind. Hier ist meist ein Kompromiss zwischen Langlebigkeit und dem Ausmaß der Invasität im Hinblick auf zukünftige Restaurierungen erforderlich. Anhand von Beispielen zeigte der Referent die Möglichkeiten, aber auch die Limitationen bei der Therapie von nicht kariösen Substanzdefekten.

 

Bild 4: Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Paris, Berlin

      Bild 5: Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang
       Buchalla, Würzburg

 

Bild 6: Vortrag von Dr. Sebastian Soliman, Würzburg

 

Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, zwischen mehreren Workshops zu wählen. Besonders Interesse weckte der Hands-on-Kurs von Prof. Dr. Gabriel Krastl über Kronenverlängerung durch chirurgische Extrusion mit dem Benex-Extractor. Dieses Verfahren kann bei Zähnen mit tiefen subgingivalen Defekten die Grenzen der Zahnerhaltung maßgeblich erweitern. Anhand von klinischen Fällen wurden Möglichkeitn der Zahnerhaltung im Grenzbereich demonstriert und mit dem Benex-Extractor trainiert.